Dead Funny - Ein Scherz zuviel

Ein Film von John Feldman

Mit Elizabeth Pena, Andrew McCarthy, Paige Turco u. a.

Christinas Meinung:
KatzeKatzeKatze

Vivian (Elizabeth Pena) ist seit einem Jahr mit ihrem Freund Reggie (Andrew McCarthy) zusammen. Zur Feier des Tages bringt sie eine Magnumflasche Champagner mit, als sie von der Arbeit kommt. Leider liegt ihr Freund ausgestreckt auf dem Küchentisch, in seiner Brust steckt ein Samurai-Schwert. Zuerst ist Viv zu Tode erschrocken, dann bricht sie in Gelächter aus - nur um vollends hysterisch zu werden, als sie merkt, daß dies doch keiner von Reggies üblichen makabren Scherzen ist.

Viv hat nun zwei große Probleme: eine Leiche in ihrer Küche und eine Gedächtnislücke, die sich bis zu einer Party am Abend zuvor erstreckt. Mit ihrer Freundin Louise (Paige Turco), die vorbeikommt, um ihr und Reggie zu gratulieren, versucht sie, die Ereignisse des Tages zu rekonstruieren und herauszufinden, wer Grund hatte, Reggie um die Ecke zu bringen.

In einem wilden Wirbel von Rückblenden führt Regisseur John Feldman die Zuschauer und Vivian langsam an das heran, was geschehen ist. Manchmal verliert man dabei fast die Orientierung, wenn sich die Rückblenden mit den Halluzinationen Vivians vermischen. Reggie war nicht gerade das, was sich Mutti als Schwiegersohn vorstellt. Wie schon erwähnt hatte er eine Vorliebe für makabre Scherze, die die Grenze des guten Geschmacks locker überschritten. Außerdem konnte er nichts ernst nehmen und weigerte sich standhaft, Vivian auch nur in seine Wohnung zu lassen. Die beiden verband eine Haßliebe nach dem Motto "Sie liebten und sie schlugen sich". Aber er war eben auch viel aufregender als die Männer, denen sie bei ihrer Arbeit im Museum für Naturgeschichte begegnete.

Bei ihrer bizarren Suche nach der Wahrheit ist Viv zwar von Freunden umgeben, steht aber letztendlich ganz allein da. Ihr wird langsam klar, was wirklich passiert ist, aber von ihrer Umgebung kann sie keine Hilfe erwarten. Louise ist betrunken, und die Mitglieder von Vivs Frauengruppe sind viel zu sehr damit beschäftigt, ihre eigenen Probleme auf sie zu projizieren und dann zu diskutieren. Schließlich ringt Viv sich dazu durch, ihren Freund Harold um Hilfe zu bitten, aber der kann keinen Babysitter bekommen und läßt sie somit auch allein.

Eine schräge Komödie mit zahllosen Seitenhieben auf die Yuppie-Gesellschaft, bei der der bittere Nachgeschmack letztendlich überwog. Exzellent gespielt von Elizabeth Pena.

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Christina Gross

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Zuletzt geändert: 07. September 2005