Galaxy Quest

Ein Film von Dean Parisot

Mit Tim Allen, Sigourney Weaver, Tony Shalhoub, Alan Rickman u. a.

Christinas Meinung:

Christinas SymbolChristinas SymbolChristinas SymbolChristinas Symbol

Einst waren sie die Stars einer beliebten Science Fiction Serie, aber nachdem diese abgesetzt wurde, konnte keiner von ihnen wieder eine anständige Rolle bekommen, und so tingeln sie von Convention zu Kaufhauseröffnung und versuchen, aus verblasstem Ruhm noch ein wenig Kapital zu schlagen. Klingt vertraut? Soll es auch. Nur heißt hier die Serie Galaxy Quest. Jason Nesmith (Tim Allen) spielte den Commander Peter Quincy Taggart und geht seinen Mitstreitern immer noch mit seinen Starallüren auf den Wecker. Sir Alexander Dane (Alan Rickman) war das außerirdische Superhirn Dr. Lazarus und steckt in einer tiefen Identitätskrise, weil ihn nach dem Abstecher ins Fernsehland niemand mehr als Theaterschauspieler ernst nimmt. Außerdem wurmt es ihn, dass Nesmith, der seiner Meinung nach von Schauspielerei keine Ahnung hat, viel populärer ist als er. Gwen DeMarco (Sigourney Weaver) hingegen hat es satt, dass man sie immer nur auf ihre Brüste reduziert. Die Galaxy-Quest-Truppe ist auf Gedeih und Verderb aneinander gebunden, auch wenn sie sich am liebsten nie wieder sehen würden. Die vier seltsamen Typen, die Nesmith auf einer Convention ansprechen, fallen in dem Gewirr exzentrischer Fans gar nicht weiter auf, und so glaubt er denn auch, sie wollten ihn nur als Party-Attraktion engagieren. Doch plötzlich finden er und seine Crew sich im Weltall wieder, wo eine außerirdische Rasse ihnen ihr Raumschiff originalgetreu nachgebaut hat und sie bittet, mal eben das Universum vor einem intergalaktischen Schurken zu retten.

Es gibt sie noch, die intelligente Parodie, und sie muss sich auch nicht unbedingt in einer Nische verstecken, sondern ist durchaus auf ein Massenphänomen anwendbar. GALAXY QUEST ist ein Paradebeispiel. Der Film erreicht sein Ziel, ohne in den Niederungen des pubertären Kalauers zu versinken. Regisseur Dean Parisot und Drehbuchautoren David Howard und Robert Gordon (aus dessen Feder auch IN SACHEN LIEBE stammt) nehmen ihr Objekt des Spotts liebevoll und mit Respekt aufs Korn. Schon der anfängliche Blick auf das Treiben bei der Convention, wo sich Zyniker und naive Weltraumschwärmer die Klinke in die Hand geben, ist sehenswert. Wenn es dann in den Weltraum geht, sollte jeder, der in seinen Filmen mit Special Effects arbeitet, mal genau hinsehen: so setzt man das Zeug ein, um eine Geschichte zu erzählen, und das ist doch schließlich der Sinn und Zweck eines Films, oder?

Tim Allen gibt eine göttliche Shatner-Parodie. Der Film hangelt sich aber nicht nur von Gag zu Gag, sondern kann mit einer spannenden Handlung aufwarten und widmet in bester Star-Trek-Manier jedem der Charaktere etwas Aufmerksamkeit. Von den rührend-naiven Aliens bis hin zu den Woolworth-Jogginganzügen, die die Crew der "Protector" ihre Uniform nennt, stimmt einfach alles.

Ich würde den Star-Trek-Produzenten dringend empfehlen, sich diese Autoren zu verpflichten oder wenigstens GALAXY QUEST ein paar Mal anzusehen.

Home
Filmkritiken
Buchkritiken
Gastkritiken
Bewertungsschema
Über Christina
Über Monika
Links
Monika's Creatures

E-mail
Kommentare? Anregungen?
Schreibt uns:

Christina Gross

Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 07. September 2005

Copyright 2000 Christina Gross & Monika Hübner