Being John Malkovich

Ein Film von Spike Jonze

Mit John Malkovich, John Cusack, Cameron Diaz, Catherine Keener u. a.

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Puppenspieler Craig Schwartz (John Cusack) muss einsehen, dass er von seiner Kunst nicht leben kann, und sucht sich einen Job. Nach einem bizarren Vorstellungsgespräch bei Dr. Lester (Orson Bean) arbeitet er im 7 ½. Stock eines Hochhauses, wo die Räume so niedrig sind, dass Menschen von durchschnittlicher Körpergröße sich ständig bücken müssen. Obwohl er mit der sanften Tierfreundin Lotte (Cameron Diaz) verheiratet ist, verfällt er sofort der smarten Maxine (Catherine Keener), die auch auf seinem Stockwerk arbeitet. Dummerweise will sie von ihm nichts wissen. Per Zufall entdeckt Craig in seinem Büro eine kleine Tür, die hinter einem Aktenschrank verborgen war. Als er hindurchkriecht, wird er plötzlich ins Gehirn des Schauspielers John Malkovich gesaugt. Noch bevor er sich ganz von seinem Schrecken erholt hat, landet er an der Schnellstraße nach New Jersey. Er erzählt Maxine von seiner Entdeckung, um sie zu beeindrucken. Doch die verliebt sich nicht in ihn, sondern in Lotte – aber nur wenn die im Körper von Malkovich steckt.

BEING JOHN MALKOVICH ist weit mehr als eine urkomische Groteske. Es ist ein Film über Menschen, die nicht das sind, was sie sein wollen. Craig schlüpft durch seine Puppen in andere Personen. Lotte verteilt ihre Liebe auf ihre exotischen Haustiere. Maxine hingegen ist der typische Ich-bezogene Yuppie, der den versponnenen Craig keines zweiten Blickes würdigt, weil er keine Designerklamotten trägt. Allen drei fehlt etwas, ob es ihnen bewusst ist oder nicht. Und mittendrin ist John Malkovich, der sich fragt, ob er allmählich den Verstand verliert. Hut ab, dass er bei diesem Spaß mitgemacht hat. Cameron Diaz und John Cusack sind kaum wiederzuerkennen unter ihren zotteligen Mähnen. Sie tragen den Teil des Films, der über das Komische hinausgeht, und das mit Bravour. Spike Jonze mutet den Zuschauern eine Menge zu, vor allem, wenn sie nur eine bizarre Komödie erwartet haben. Aber von einem kleinen Stolperschritt mal abgesehen, gelingt ihm diese Gratwanderung zwischen Komik und Tragik. BEING JOHN MALKOVICH ist sein beeindruckendes Debüt als Spielfilmregisseur. Sowohl menschliche als auch tierische Darsteller spornt er zu Höchstleistungen an.

Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Christina Gross

Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 07. September 2005

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