Frühstück bei ihr

Ein Film von Luis Mandoki

Mit Susan Sarandon, James Spader u. a.

Christinas Meinung:

KatzeKatze

Nach Filmen, in denen Männer "im besten Alter" sehr viel jüngere Freundinnen haben, muß man nicht lange suchen. Der Film muß dann nicht einmal die Mai-Dezember-Romanze zum Thema haben.

"Frühstück bei ihr" ist einer der seltenen Filme, in denen die Rollen vertauscht sind. Der frisch verwitwete Yuppie Max (James Spader) landet nach einer eher feuchten als fröhlichen Nacht im Bett der Kellnerin Nora (Susan Sarandon). Er ist Ende zwanzig, sie Ende vierzig. Er arbeitet für eine Werbeagentur und liebt klassische Musik, sie ist eher bodenständig, verehrt Marilyn Monroe und verkauft Burger in einem Fast-Food-Laden. Das einzige, was sie verbindet, ist der Verlust eines geliebten Menschen. Trotz allem beginnen sie eine Affäre, aber Max hält Nora sorgfältig aus seinem Leben heraus. Das kann natürlich nicht auf Dauer gutgehen. Bei einem Thanksgiving-Essen mit Max' Freunden fällt die verunsicherte Nora ziemlich aus dem Rahmen. Daraufhin bricht sie die Beziehung ab und verläßt die Stadt. Max spürt sie in New York auf und überzeugt sie davon, daß er mit ihr zusammenbleiben will.

Susan Sarandon und James Spader machen den Film sehenswert. Verklemmter Yuppie trifft Vollweib ist nicht unbedingt neu, aber wenn es gut gespielt wird, sehe ich es mir trotzdem gern wieder an. Der Film ist "was für's Herz", aber nicht klebrig. Nur das Ende ist ein bißchen zu sehr auf heile Welt getrimmt. Letztendlich paßten die beiden nicht zusammen, und wenn man es dabei belassen hätte, wäre das auf jeden Fall glaubhafter gewesen als die niedliche Nummer auf dem Tisch an Noras neuem Arbeitsplatz.

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Christina Gross

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Zuletzt geändert: 07. September 2005