Doppelmord

Ein Film von Bruce Beresford

Mit Ashley Judd, Tommy Lee Jones, Bruce Greenwood, Annabeth Gish u. a.

Christinas Meinung:

Christinas Symbol

Was ein romantischer Ausflug mit ihrem brandneuen Segelboot werden sollte, endet als Alptraum für Libby Parsons (Ashley Judd). Auf offener See ist ihr Mann Nick (Bruce Greenwood) plötzlich verschwunden, das Boot und sie sind voller Blut, und die Küstenwache findet die verwirrte Libby mit einem Messer in der Hand. Da ihr Mann kurz vor der Pleite stand und sie zwei Millionen Dollar aus seiner Lebensversicherung erhält, gelingt es ihr nicht, die Jury von ihrer Unschuld zu überzeugen. Sie überlässt ihren Sohn Matty ihrer besten Freundin Angela (Annabeth Gish) und geht ins Gefängnis. Doch nach kurzer Zeit hört Angela auf, Matty zu seiner Mutter zu bringen. Als Libby endlich ihre neue Nummer herausgefunden hat, stammelt Angela nur unglaubwürdige Entschuldigungen, und dann hört Libby übers Telefon, wie Matty nach seinem Vater ruft. Sie ist sicher, dass ihr Mann noch lebt, und sobald sie auf Bewährung entlassen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihm, um ihr Kind zurückzubekommen. Das verträgt sich leider nicht mit ihren Bewährungsauflagen, und so hat sie bei ihrer Suche, die sie von Seattle bis nach New Orleans führt, immer ihren Bewährungshelfer Travis Lehman (Tommy Lee Jones) auf den Fersen.

Dieser Thriller überschreitet die Grenze ins Action-Genre mit Leichtigkeit. Nicht, was die spektakulären Stunts angeht, das keinesfalls, aber wenn es um Löcher in der Handlung, Plattheit der Charaktere und hölzerne Darsteller geht, kann DOPPELMORD es mit den besten aufnehmen.

Regisseur Bruce Beresford hält sich nicht lange damit auf, seine Figuren einzuführen. Libby Parsons ist das klischeehafte Muttertier, ihr Mann der charmante, aber egoistische Gauner, und Bewährungshelfer Lehman ist der typische Ich-habe-mein-Leben-verpfuscht-aber- wenn-ich-das-jetzt-hinkriege-bin-ich-gerettet- Antiheld. Ashley Judd und Tommy Lee Jones spielen sich lustlos durch die ungereimte Geschichte, in der es Passagieren einer Autofähre nicht einmal auffällt, wenn ein Wagen von der Fähre fällt und der Bösewicht zu blöd ist, sein Opfer nach Waffen zu durchsuchen. Da trösten die schönen Bilder von der amerikanischen Nordwestküste auch nicht mehr.

Hätte spannend sein können, wenn Beresford und die Drehbuchautoren Weisberg und Cook Libbys Prozess und die Suche nach ihrem toten Gatten etwas plausibler gestaltet hätten. Schade um den Stoff.

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 30. März 2003

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