Die Höhle des gelben Hundes

Ein Film von Byambasuren Davaa

Helgas Meinung

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Kein großer Star, keine besondere Ausstattung und eine sehr dünne Story. Trotzdem ist der Film ein Volltreffer, den ich mir bestimmt mehrmals ansehen werde. Der Plot ist schnell erzählt: Die älteste Tochter einer Nomadenfamilie in der Mongolei findet eines Tages einen jungen Hund und nimmt ihn mit nach Hause. Die Eltern wollen den Hund wieder wegtun. Doch dann geschieht eines Tages etwas, sodass der Hund doch bleiben darf.

Natürlich lassen sich die endlosen Weiten der mongolischen Steppe im gemütlichen Kinosessel deutlich besser genießen als in der rauen Wirklichkeit, doch deren Darstellung ist grandios.

Die gezeigte Nomadenfamilie ist ausgesprochen sympathisch, dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Familienmitglieder immer auch so freundlich und liebevoll miteinander umgehen, auch wenn die Kamera aus ist.

Was ich hingegen spektakulär fand, war das Spiel der Kinder. Allenfalls die älteste Tochter, die gerade in die Schule kommt, war in der Lage, auf Anweisung zu handeln, die beiden Kleinen konnten das nicht. Und während die Mutter im Hintergrund stets damit beschäftigt ist, Vieh zu melken und Milchprodukte herzustellen, die mehr oder minder die einzige Nahrungsquelle sind, entdecken die zwei Kleinen im Vordergrund auf herzerwärmende Weise die Welt. Der Konflikt der ältesten Tochter mit dem Hund hingegen ist der Beweis, dass Eltern überall auf der Welt zuweilen geplagt sind.

Vom Alltag des Vaters hat man leider nicht viel gesehen, da er einen mehrtägigen Ausflug in die Stadt macht.

Am Ende baut die Familie ihre Jurte ab, hinterlässt den Platz völlig sauber und Dank Gott für die freundliche Aufnahme.

Zurück bleibt der Eindruck eines sehr mühsamen und eintönigen, andererseits aber sehr freien Lebens, in dem gut funktionierende menschliche Beziehungen eine Schlüsselrolle einnehmen, ein kleines Stückchen heile Welt, das einem den Abend versüßt.

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 25. September 2005

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