Grasgeflüster

Ein Film von Nigel Cole

Mit Brenda Blethyn, Craig Ferguson, Martin Clunes, Valerie Edmond u. a.

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Für Grace Trevethen (Brenda Blethyn), eine respektable Hausfrau aus Cornwall, bricht nach dem Selbstmord ihres Mannes eine Welt zusammen. Ohne ihr etwas davon zu sagen hat er mit riskanten Geschäften all ihr Geld durchgebracht, und nun wird Grace sogar ihr Haus verlieren, wenn sie das Geld für ihre Gläubiger nicht irgendwie auftreiben kann. Als ihr Gärtner Matthew (Craig Ferguson) die passionierte Orchideenzüchterin bittet, nach den notleidenden Hanfpflanzen zu sehen, die er heimlich im Garten des Vikars angebaut hat, haben die beiden eine zündende Idee, wie sie Graces Probleme lösen und den Nachschub für die Cannabis-Fans im Ort sichern können.

Aus englischen Filmstudios kam schon so manche skurrile Geschichte, und diese gehört mit Sicherheit zu den besten. Allein die malerische Landschaft Cornwalls und der schön gefilmte Fischerort wären schon die Kinokarte wert, aber GRASGEFLÜSTER hat noch viel mehr zu bieten. Allen voran Brenda Blethyn als Witwe Grace, die ihr Leben in die Hand nimmt und in den Drogenhandel einsteigt als ginge es um eine neue Orchideenzüchtung für den Gartenclub. Dabei zieht sie auch die Bilanz ihres Lebens und ihrer Ehe und findet zu einem ganz neuen Selbstbewusstsein.

Ihren idealen Komplizen spielt Craig Ferguson, der mit Mark Crowdy zusammen auch das Drehbuch verfasst hat. Gemeinsam gelingt es ihnen, der Freundschaft der bürgerlichen Grace mit dem unbekümmerten Arbeiter Matthew Leben einzuhauchen.

Regisseur Nigel Cole bettet seine Geschichte ein in das Umfeld eines kleinen Ortes, in dem jeder jeden kennt, ohne gleich ein kitschiges Loblied auf das gute, alte ländliche Idyll zu singen. Seine Kleinstädter sind echte Menschen, die von der schlechten Wirtschaftslage betroffen sind und trotzdem ihr Leben genießen, die manchmal in Streit geraten oder versuchen, sich das Leben auch mal auf illegale Weise etwas angenehmer zu machen. Hauptsache dabei kommt niemand zu Schaden, dann sieht auch mal Dorfschutzmann Alfred (Ken Campbell) nicht so genau hin.

GRASGEFLÜSTER zeigt wie ein Mensch aus der größten denkbaren Katastrophe etwas Positives gewinnen kann. Der Film schafft es, humorvoll-ironisch zu bleiben, ohne dabei je seicht zu sein. Und er wartet mit einem Schluss auf, der dem Rest des Films würdig ist.

Auf keinen Fall verpassen!

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 30. März 2003

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