Der Herr der Diebe

Ein Film von Richard Claus

Mit Aaron Johnson, Jasper Harris, Rollo Weeks, Jim Carter, Caroline Goodall u. a.

Helgas Meinung

"Der spielt doch in Venedig" waren die Worte, mit denen mein Kind mich ins Kino zerrte, wohl wissend um meine Vorliebe für betörende Kulissen.

Der Film ist ein Augenschmaus. Die Atmosphäre der Stadt ist toll eingefangen. Eine Reihe netter Einfälle, wie z. B. Statuen, die zum Leben erwachen, bereichern den Film.

Zwei Waisenkinder, die getrennt worden sind, büchsen nach Venedig aus. Dort kommen sie in einer Kinder-WG unter, die vom Herrn der Diebe angeführt wird. Die Schätze, die er erbeutet, bringen das Geld zum Leben.

Eines Tages erhält der Herr der Diebe einen mysteriösen Auftrag, ein Teil für ein Karussell zu klauen, mit dem man sich jünger oder älter machen kann ...

Fantasy ist prinzipiell nicht mein Ding, und aus freien Stücken wäre ich wohl nicht in den Film gegangen.

Doch selbst in einem Fantasy-Film stelle ich gewisse Anforderungen an die Logik, und die sind hier nicht im Mindesten erfüllt worden. Das Buch selber kenne ich nicht, aber Mängel in der Logik sind dort wohl auch beklagt worden.

Es geschehen zu viele Dinge unmotiviert, der rote Faden existiert nicht. Erwachsene, die gegen die Kinder vorgehen, schlagen sich plötzlich und unvorhergesehen auf deren Seite, der Herr der Diebe ist plötzlich doch kein Dieb, etc.

Das Ganze erinnert mich ein bisschen an die "Zauberflöte". Eine haarige, unzusammenhängende Story, wunderschön verpackt. Aber Logikfehler bereiten mir allergrößtes Unbehagen, deswegen kann ich nur einen Punkt vergeben.

Wen eine verquaste Geschichte nicht stört, kann sich an den Bildern und am Sound durchaus delektieren.

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Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 25. Januar 2006

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