Der Herr der Ringe:
Die Rückkehr des Königs

Ein Film von Peter Jackson

Mit Elijah Wood, Ian McKellan, Viggo Mortensen, Sean Astin u. a.

Christinas Meinung:

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Nach dem Sieg über Saruman und der Zerstörung von Isengard rüstet sich Mittelerde für die Schlacht um Minas Tirith, die Weiße Stadt. Gandalf (Ian McKellan) eilt mit Pippin (Billy Boyd) voraus, um Statthalter Denethor (John Noble) zu warnen. Der sieht keinen Sinn darin, sich Saurons Übermacht in den Weg zu stellen. Auch König Theoden (Bernard Hill) ist zunächst nicht bereit, Aragorn (Viggo Mortensen) mit seinem Heer zu folgen, um Gondor zu retten. Schließlich führt er seine Männer aber doch in die Schlacht.

Inzwischen sind Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) weiter auf dem Weg zum Berg der Verdammnis, geführt von der trügerischen Kreatur Gollum, die nichts weiter will als den Ring von Frodo zurückzugewinnen.

Mit DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS schließt Peter Jackson seine Filmtrilogie ab und widerlegt endgültig all jene, die das Buch von J. R. R. Tolkien für unverfilmbar hielten. Die Trilogie zeichnet sich aus durch Dynamik, ein großartiges Schauspielerensemble und eine unglaubliche Liebe zum Detail. Es ist schwierig, die drei Teile als eigenständige Filme zu sehen. Der letzte Teil besteht dabei wieder besser als der zweite. Natürlich erzählt er keine in sich geschlossene Geschichte, und wer die ersten beiden Teile nicht kennt, wird kaum in der Lage sein, der Handlung zu folgen, aber da sich wohl niemand nur den Schluss der Geschichte ansehen wird, ist das nicht weiter tragisch. Dennoch ist DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS besser ausbalanciert als der Mittelteil der Saga. Obwohl auch hier eine große Schlacht im Mittelpunkt des Geschehens steht, dominieren die Kampfhandlungen nicht so wie in DIE ZWEI TÜRME, sondern werden immer wieder unterbrochen, um andere Handlungsstränge weiterzuführen. Da ich nicht unbedingt ein Fan von endlosen Schlachtszenen bin, seien sie auch noch so sorgfältig choreografiert und technisch aufbereitet, gefiel mir DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS besser als sein Vorgänger.

Das liegt vor allem daran, dass Jackson sich neben aller Action und aller Stunts noch Zeit nimmt für die Entwicklung der Charaktere. Die vier Hobbits gehen getrennte Wege und wandeln sich endgültig von einer Spaßmachertruppe zu Individuen, die an ihrer Situation reifen. Elijah Wood stellt eindrucksvoll dar, wie der Ring langsam Gewalt über Frodo gewinnt. Viggo Mortensen vollzieht Aragorns Wandlung vom Waldläufer zum König. David Wenham und John Noble tragen den Vater-Sohn-Konflikt zwischen Faramir und Denethor aus. Leider muss wieder einiges aus dem Buch wegfallen oder nur stark verkürzt dargestellt werden. Jackson und seine Co-Autoren beweisen dabei wieder eine Geschicklichkeit, die in Erstaunen versetzt. Sie wissen mit dem Medium Film umzugehen und nehmen die nötigen Änderungen vor, ohne den Geist der Geschichte zu verletzen.

Muss man eigentlich noch erwähnen, dass das Ganze handwerklich perfekt ausgeführt ist? Sound und Bilder lassen nichts zu wünschen übrig.

DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS bringt Jacksons Trilogie zu einem furiosen Ende mit Pomp und leisen Tönen.

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Zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 09. März 2004

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